Das Projekt Workaway nimmt ein vorläufiges Ende

Nun hat auch hier der Winter begonnen. Das neue Semester hat schon etwas länger angefangen und ich kann endlich wieder studieren. Das hat mir in dem letzten Jahr schon sehr gefehlt. Damit hat aber leider auch das Projekt workaway erstmal ein Ende.

Ich bin schon recht traurig dass es jetzt vorbei sein soll, mit jedem der Workawayer hatten wir eine einzigartige Erfahrung und allgemein hatten wir eine tolle Zeit. Bis auf einen Fall waren alle, sehr freundlich und hilfsbereit. An, Florenc, aus Frankreich, denken wir zur Zeit sehr oft, auf Grund der schlimmen Dinge die gerade in seiner Heimat passieren. Er hat geholfen die dicke Wand zwischen Küche und Eßzimmer zu kürzen und zu einem Tresen umzubauen.

Graham, der ältere aber taffe Herr aus Australien hat beim entrümpeln des Kellers geholfen, alle Fenster gestrichen und war bei der Taufe unserer kleinen Anna dabei. Eine Weile später kamen Nik und Candace, ein paar Tage später kam Brendan hinzu. Die drei haben ein super Team gebildet und uns bei allen möglichen Arbeiten geholfen, so wie die neue Eisentreppe gestrichen und eingebaut.
Laima und Janis aus Lettland sind Anfang Oktober zu uns gekommen und bis Ende des Monats geblieben. In den beiden haben wir zwei gute Freunde gefunden, und mit ihrem kleinen Sohn der 5 Monate jünger als Anna ist hat sie auch einen Spielgefährten. Wir hoffen die drei im Frühling in Amsterdam wiederzusehen! Wir haben uns zusammen auf noch ein Paar mit Baby eingelassen, die auch als workawayer zu uns kommen wollten, doch sie haben leider nicht so zu uns gepasst, um es nett auszudrücken. Jani hat das ganze als Probe für unser Karma gesehen, das ist eine gute Sichtweise um sich nicht zu sehr aufzuregen. Zum Glück war es bald wieder vorbei und wir haben noch einen schönen restlichen Monat zu sechst verbracht. Drei Babys im Haus waren zwar niedlich, aber auch ziemlich anstrengend, Fazit: Drei Babys auf zwei Mamis ist eines zu viel.

Natürlich konnte Laima mit dem kleinen nicht viel helfen, doch sie waren beide sehr hilfsbereit und haben geholfen wo sie konnten. Janni hat Vasili beim Holz sägen geholfen und sie hatten ein paar abenteuerliche Momente mit dem Trecker auf dem Land. Laima hat in den letzten Tagen noch das eine Zimmer im Haus gestrichen, jetzt sieht es endlich schön sauber aus.

Zu sechst haben wir einen Ausflug zu der Festung von Mystras gemacht. Ich war positiv überrascht wie groß und wie gut erhalten die Festung doch war, da ich seit dem ich Kind war nicht mehr da gewesen bin hatte ich nur eine ganz wage Erinnerung daran. Ich hätte nie gedacht dass ich das nächste Mal in der Begleitung von zwei Babys den Berg erklimmen würde. Mamis und Papis haben geschwitzt, die zwei kleinen haben die Gelegenheit genutzt für ein Nickerchen.

Ich wünschte die zwei könnten länger bleiben doch das wünsche ich mir wohl mehr oder weniger jedem der zu uns kommt. Den auch die nächsten zwei sind viel zu kurz geblieben. Ashley und Alex, unsere letzten workawayer für dieses Jahr, sind für weniger als eine Woche geblieben. Wir haben noch nicht mal gemerkt dass sie da waren, schon sind sie wieder weg. Das sehr nette und kinderliebe Paar aus Amerika, hat dabei geholfen ein paar Olivenbäume zu pflanzen und Ashley hat das Balkon-Geländer am Haus gestrichen.

Damit hat das Projekt workaway, für dieses Jahr zumindest, sein Ende erreicht und die Olivenernte hat begonnen. Daher haben wir das Haus nun erstmal an die Olivenernter vermietet. Es wird aber noch mal ein Post folgen über die Olivenernte natürlich auch mit Fotos und vielleicht auch über die griechischen Traditionen zu Weihnachten die ich auch schon in der Emder Zeitung beschreiben durfte.

Ich wünsche euch allen eine schöne Adventszeit!

 

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