Griechischer Honig – Warum er zu unserer täglichen Ernährung gehören sollte

Honig ist ein natürliches, gesundes Süßungsmittel, welches schon lange vor Zucker verwendet wurde. Honig ist frei von Fett und Risikostoffen wie Cholesterin und Purinen. Er besteht hauptsächlich aus Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose) und enthält nur sehr wenig (unter 10%) Saccharose. Industriezucker besteht ausschließlich aus der schädlichen Saccharose. Glucose und Fructose werden langsam vom Körper aufgenommen und spenden ihm Energie ohne den Insulinspiegel zu schnell steigen zu lassen. Bei normalem Haushaltszucker steigt der Blutzuckerspiegel und damit auch der Insulinspiegel sehr schnell und fällt ebenso schnell wieder ab, daher entwickelt man eine Art Suchtgefühl danach. Honig ist daher für Diabetiker besser geeignet als Zucker, aber da auch Honig zu 80% aus Zuckerarten besteht, sollte er von Diabetikern trotzdem mit Vorsicht genossen werden.

Honig enthält aber auch entzündungshemmende Stoffe und Antioxidantien, die das Risiko von Schlaganfällen, Herzinfarkten und einiger Krebserkrankungen senken. Außerdem wirken diese Antioxidantien sich positiv auf die Sehkraft aus und senken den Bluthochdruck. Honig senkt genau so wie Olivenöl das schlechte LDL-Cholesterin und erhört das gute HDL-Cholesterin. Er kann auch die Blutfettwerte verbessern. Natürlich ist Honig ein wunderbares Heilmittel bei Erkältungen und Reizhusten, welches auch von Kindern gerne angenommen wird und er stärkt das Immunsystem.

Die Griechischen Honigsorten

Griechischer Honig unterscheidet sich stark von anderen Honigsorten, durch seine außergewöhnlichen Geschmacksnuancen. Am Geschmack kann man erkennen, wie griechische Bienen von ihren Imkern gepflegt werden. Griechenlands Flora weißt eine große Vielfalt an verschiedenen Pflanzen auf, von denen sich die Bienen ernähren können. Je nach Jahreszeit und Blütezeit der verschiedenen Pflanzen verändert sich also auch das Aroma des Honigs. Griechische Bienen werden nicht dazu gezwungen riesige Monokulturen zu bestäuben sondern sie werden von den Imkern unterstützt. Je nach Jahreszeit versetzen die Imker ihre Bienenkörbe, je nachdem was gerade blüht. So kommen die verschiedenen leckeren Honigsorten zustande, die auch wir anbieten.

Der Honig unseres Imkers Nikos stammt aus den Hängen des Taigetos-Gebirges, welches sich über unserem Dorf erstreckt. Er hat mir diese Liste der verschiedenen Honigsorten zu den Jahreszeiten zusammengestellt:

  • Im Herbst wird der Heidehonig gewonnen. Er ist reich an Zucker, Vitaminen und natürlichen Antibiotika. Dieser Honig stärkt die Bienen, um den Winter zu überstehen und Ärzte empfehlen ihn zur Behandlung von Mund- und Zungenkrebs. Er hat eine rote Farbe, hat ein starkes Aroma und kristallisiert schnell.
  • Von März bis April wird der Salbeihonig gesammelt, an den südlichen Hängen des Taigetos. Dieser Honig hat eine helle Farbe, er ist reich an Zucker und hat einen besonderen Geschmack, auch er kristallisiert schnell. Der Salbeihonig ist gut gegen Erkältungen, genauso wie die Blätter des Salbeistrauches, die als Tee aufgebrüht werden können.
  • Ende April bis Mai wird der geschmackvolle Orangenhonig gesammelt. Er hat eine helle Farbe und auch er hat seinen ganz eigenen Geschmack.
  • Ende Mai bis Juni wird der Tannenhonig gesammelt. Er hat eine rote Farbe, bei kaltem Wetter eher weiß. Er hat weniger als 50% Zucker und ist somit auch für Diabetiker in Maßen geeignet. Dieser Honig ist sehr klebrig, da er das Harz der Tannen enthält, er eignet sich für die Behandlung von Atemwegserkrankungen und Magenbeschwerden. Dieser Honig kristallisiert aufgrund des enthaltenen Harzes nie und wird daher anderen Honigsorten zugemischt.
  • Von Juli bis August wird der König der Honige gesammelt, der Thymianhonig. Er wird so genannt aufgrund seines sehr außergewöhnlichen Geschmacks und weil er nur in sehr kleinen Mengen gewonnen wird. Er ist eine gute Medizin für Erkältungen und Atemwegserkrankungen. Auch die Thymianblätter werden als Tee aufgebrüht. Zu diesem Honig kann ich meine persönliche Empfehlung geben: Er ist mein absoluter Favorit und ich esse ihn zur Zeit jeden Morgen zu meinem Müsli!

Verwendung

In Griechenland wird Honig hauptsächlich zum Süßen von Tees und für griechischen Joghurt benutzt. Auf einer Scheibe Brot schmeckt er aber auch sehr gut! Es gibt auch viele griechische Süßspeisen, in denen Honig verwendet wird. Zum Beispiel Melomakarona, in Honig getränkte Plätzchen, die zu Weihnachten gebacken werden, Diples, in Honig getränkte Teigrollen, Melekoumia, Koutalides, oder Pasteli, ein gesunder Snack aus Honig und Sesam. Ich persönlich versuche weitgehend auf Industriezucker zu verzichten und verwende daher gerne Honig, um zum Beispiel Kuchen oder Pfannkuchen zu backen. Mein Frühstück besteht fast jeden Morgen aus griechischem Joghurt mit Früchten, Haferflocken und Thymianhonig. Ich merke deutlich den Unterschied, Brot macht mich schwerfällig und unmotiviert, dieses Frühstück dagegen gibt mir Energie und ich kann meinen Tag voller Elan starten.

„Pasteli“

Lagerung

Honig ist bei richtiger Lagerung fast unbegrenzt haltbar, doch die wertvollen bioaktiven Bestandteile bauen sich langsam aber stetig ab. Wenn man auf den Erhalt dieser Stoffe wert legt, sollte man ihn also innerhalb eines Jahres verbrauchen. Honig sollte man dunkel, kühl, trocken und möglichst geruchsneutral lagern. Natürliches so wie künstliches Licht schaden dem Honig. Eine konstante Zimmertemperatur zwischen 18 und 20 °C ist optimal um den flüssigen griechischen Honig zu lagern. Er sollte nie über 40 °C erhitzt werden da er so seine Wirkstoffe verliert, also auch Tee besser etwas abkühlen lassen, bevor man Honig hinzugibt. Allerdings ist eine zu niedrige Lagerungstemperatur auch nicht von Vorteil, weil so der Honig schneller kristallisiert. Das Behältnis des Honigs sollte immer luftdicht verschlossen sein, weil der Honig sonst Feuchtigkeit aufnimmt und so ein Gärungsprozess in Gang gesetzt wird. Außerdem nimmt Honig sehr schnell die Geschmacksstoffe der Umgebung an, er sollte daher geruchsneutral gelagert werden.

Meine Tochter hält die wichtigste Mahlzeit unseres Tages in ihren kleinen Händen. Mit vielen Ballaststoffen, Vitaminen und natürlich Honig!

Fazit, Honig ist ein wertvolles Nahrungsmittel, das man täglich zu sich nehmen sollte, um seinen Körper zu stärken und gesund zu erhalten. Was macht ihr denn so mit eurem Honig?

Es gibt bestimmt noch viele tolle Sachen, die man mit Honig machen kann. Schreibt mir doch einfach mal in die Kommentare.

Bis zum nächsten Mal,

eure Melanie

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